Marder im Haus – Diese TOP 3 Anzeichen überführen den Übeltäter

Als Kulturfolger nehmen Marder liebend gern Häuser in ihren Besitz. Dort richten sie, vorzugsweise auf dem Dachboden, teilweise erheblichen Schaden an. Diese Anzeichen deuten auf die Anwesenheit dieses ungebetenen Gastes:

Anzeichen für Marder im HausSchlafraubende Geräusche in der Nacht

Als nachtaktive Tiere kümmern sich Marder recht wenig um das Schlafbedürfnis ihrer „Mitbewohner“. Besonders in der Nacht und gegen Morgen bringen sie ihre Beute heim, um sie zu fressen oder richten sich ihr Lager ein. Die Geräusche können durchaus sehr laut sein. Typisch sind kratzende und krabbelnde Geräusche. Treten diese vermehrt von April bis September auf, so handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit um einen Marder.

Wenn es zum Himmel stinkt – Die Hinterlassenschaften des Marders

Um den Übeltäter zu überführen, ist es ratsam, die fraglichen Stellen im Haus und den Dachboden zu inspizieren. Einen ersten Hinweis geben unangenehme Gerüche. Diese stammen vom Urin und Kot, den der Marder typischerweise immer an der gleichen Stelle hinterlässt. Der Kot eines Marders kann bis zu zehn Zentimetern lang werden und ist ca. zwei Zentimeter dick. Außerdem ist er oftmals mit Spuren seiner Beutetiere durchsetzt. Damit unterscheidet er sich von den Exkrementen einer Maus. Es lohnt sich, den betreffenden Raum oder Dachboden nach Kadavern und Überresten von kleinen Tieren abzusuchen. Besonders Vögel und Mäuse stehen auf der Speisekarte des Marders ganz oben. Mit dem Fund von kleinen Knochen oder Federn ist ein Marderbefall sehr wahrscheinlich. Schlimm wird es, wenn sich an den Ecken der Decke eines darunter liegenden Raumes bereits Urinflecken zeigen. Das bedeutet, dass der Marder in diesem Fall schon längere Zeit anwesend ist. Hier sollte umgehend der Ursache nachgegangen werden, um größere Schäden zu vermeiden.

Spuren am Tatort – Beschädigte Dachisolierungen und angebissene Leitungen

Beim Verdacht eines Marderbefalls ist es ratsam, sich die Dachisolierung etwas genauer anzusehen. Ist diese angeknabbert oder sind von ihr gar größere Stücke herausgefressen worden, ist es fast sicher, dass sie von einem Marder als Nistmaterial Verwendung gefunden hat. Auch angebissene Stromleitungen, Antennenkabel und Schläuche sind ein typisches Anzeichen, dass hier ein Marder am Werk war. Bei dieser Gelegenheit sollte auch die Fassade des Hauses und eventuell vorhandene Anbauten auf Kratzspuren untersucht werden.

Natürlich möchte man den ungebetenen Gast so schnell wie möglich wieder loswerden. Das Fangen oder Töten eines Marders ist in Deutschland ohne besonderen Befähigungsnachweis nicht erlaubt! Die bessere und auf Dauer wirksamere Alternative besteht im Einsatz eines speziellen Vertreibungsmittels – und schon bald kehrt wieder Ruhe im Haus ein.